Böllerschützen

Entstehung der Böllergruppe

 

 

 

 

 

 

 

 

Gründungsmitglieder Böllerschützen

 

stehend von links nach rechts:

Peter Hilkinger, Karl-Heinz Englmüller, Josef Königseder, Hans Hilkinger, Dr. Stefan Ruhland

 

knieend von links nach rechts:

Oliver Leuzinger, Ludwig Kapfhammer, Egon Felixberger, Armin Leuzinger



 

Begonnen hat die Geschichte der Entstehung der Böllerschützengruppe übrigens nicht in Vilshofen, sondern in Aunkirchen und dies auch nicht etwa beim dortigen Schützenverein, sondern bei der Feuerwehr.

Im Mai des Jahres 1999 kamen nämlich während eines Kameradschaftsabends der Feuerwehr Aunkirchen Ludwig Kapfhammer und Josef Königseder auf das Böllerschießen zu sprechen. Das Thema erzeugte auch bald bei anderen Feuerwehrkameraden Interesse und so entschlossen sich Egon Felixberger, Ludwig Kapfhammer, Josef Königseder, Peter Hilkinger, Hans Hilkinger, Armin Leuzinger, Oliver Leuzinger und Karl - Heinz Englmüller dazu, eine Böllerschützengruppe zu gründen. Nach erfolgreicher Teilnahme an einem Fachkundelehrgang für Böllerschützen im Oktober 1999 in Gars am Inn mussten die frischgebackenen Böllerschützen zunächst einmal feststellen, dass die Gründung einer Böllerschützengruppe – aus juristischen Gründen - nicht so ohne weiteres möglich und mit erheblichen Schwierigkeiten und Auflagen verbunden war.

Zum einen kann das Böllerschießen nur im Rahmen eines Schützenvereins ausgeübt werden, zum anderen – und das war die eigentliche Schwierigkeit – musste in diesem Schützenverein die Tradition des Böllerschießens nachgewiesen werden.

Hilfesuchend wandten sich nun die zukünftigen Böllerschützen daraufhin an die kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Vilshofen von 1601. Denn hier sah man am ehesten die Chance des Traditionsnachweises gegeben.

Auf Grund der Jahrhunderte alten Geschichte der kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Vilshofen war es auch kein Problem diesen Nachweis zu erbringen und der Genehmigung der neuen Böllerschützengruppe durch das Landratsamt Passau stand nichts mehr im Wege.

Mit großer Spannung begab man sich nun auf die Suche nach einem passenden Hand- oder Schaftböller. Im November 1999 besuchten die Gründungsmitglieder verschiedene Anbieter von Hand- und Schaftböllern im Salzburger Land, Berchtesgadener Land und im Chiemgau. Schon der erste Anbieter, Herr Kaufmann in Perwang/Salzburger Land, konnte den Reisenden wunderschöne Prangerstutzen vorzeigen. Im Laufe des Tages fuhr man dann noch ins Berchtesgadener Land (Böllermachereien Stanggassinger und Pfnür) und in den Chiemgau (Böllermacherei Döllerer).

In weiteren Zusammenkünften und Diskussionen entschied man sich letztendlich einen Prangerstutzen von Herrn Kaufmann in Perwang anzukaufen. Im Dezember 1999 war es dann soweit. Die zukünftigen Böllerschützen der Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Vilshofen holten sich ihren Prangerstutzen in Perwang zu einem Preis von 14000,-- öS je Stück ab.

Nachdem man die Erlaubnis des Landratsamtes Passau gem. § 27 SprengG erhalten hatte, konnten erstmals in der Kiesgrube in Rauscheröd die Prangerstutzen bei scharfem Schuß anlässlich eines Übungsschießen erprobt werden.

Bereits im Gründungsjahr 2000 wurden durch die Böllerschützen zahlreiche Veranstaltungen umrahmt.

 

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